Terminplan 2019

Stand: Mai 2019

Datum Uhrzeit Gremium Ort
14. Feb. 19 15.00 - 17.00 Uhr  VkA RWE Westfalen GV/GA

Rathaus Dortmund, Saal Hanse

30. April 19 10.00 Uhr Innogy SE Hauptversammlung

Grugahalle, Essen

2. Mai 19 16.00 - 17.00 Uhr VkA RWE Westfalen GV/GA

RWE AG, Essen

3. Mai 19 10.00 Uhr RWE AG Hauptversammlung

Essen Grugahalle

14. Mai 19 10.00 Uhr E.ON Hauptversammlung

Essen Grugahalle

16. Mai 19 10.00 -11.30 Uhr VkA Kämmerertreffen

Dortmund, DSW21

18. Juni 19 15.30 - 17.00 Uhr VkA RWE Westfalen GV/GA

Dortmund Rathaus Saal Partnerstädte

5. Sep. 19 15.00 - 17.00 Uhr VkA RWE Westfalen GV/GA

Dortmund Rathaus Saal Hanse

30. Okt. 19 10.00 - 12.00 Uhr VkA Kämmerertreffen

VkA Essen Rüttenscheider Straße

28. Nov. 19 16.00 - 17.00 Uhr VkA RWE Westfalen GV/GA

RWE AG Essen

28. Nov. 19 17.00 - 18.30 Uhr RWE AG Beirat

RWE AG Essen


Terminplan 2020

Datum Uhrzeit Gremium Ort
     VkA RWE Westfalen GV/GA

Rathaus Dortmund, Saal Hanse

  10.00 Uhr Innogy SE Hauptversammlung

Grugahalle, Essen

27. April 20 16.00 - 17.00 Uhr VkA RWE Westfalen GV/GA

RWE AG, Essen

27. April 20 17.00 - 18.30 Uhr RWE AG Beirat

RWE AG, Essen

28. April 20 10.00 Uhr RWE AG Hauptversammlung

Essen Grugahalle

13. Mai 20 10.00 Uhr E.ON Hauptversammlung

Essen Grugahalle

  10.00 - 11.30 Uhr VkA Kämmerertreffen

Dortmund DSW21

    VkA RWE Westfalen GV/GA

Dortmund Rathaus Saal Hanse

  10.00 - 12.00 Uhr VkA Kämmerertreffen

VkA Essen Rüttenscheider Straße

24 Nov. 20 16.00 - 17.00 Uhr VkA RWE Westfalen GV/GA

RWE AG Essen

24. Nov. 20 17.00 - 18.30 Uhr RWE AG Beirat

RWE AG Essen

Dieser Terminplan dient lediglich zu Ihrer Orientierung, zu den jeweiligen Terminen ergehen gesonderte Einladungen. Sobald die einzelnen Termine feststehen, wird die Übersicht komplettiert.


Hauptversammlung der RWE AG am 26. April 2018

 

Redebeitrag der Vereinigung kommunaler RWE-Aktionäre Westfalen GmbH

 

Dr. Wolfgang Kirsch

 – Geschäftsführer –

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Brandt,

sehr geehrte Herren Dr. Schmitz und Dr. Krebber,

meine sehr geehrten Damen und Herren Aktionärinnen und Aktionäre,

 

mein Name ist Wolfgang Kirsch und ich bin Geschäftsführer der Vereinigung kommunaler RWE-Aktionäre aus Westfalen. Die kommunalen Aktionäre aus Westfalen, Städte, Gemeinden, Kreise, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Stadtwerke halten ca. 8 % aller RWE-Aktien, zusammen mit den kommunalen Aktionären aus dem Rheinland sind die Kommunen mit ca. 24 % der Anteile beteiligt. Damit sind nach wie vor die kommunalen Aktionäre die größte Aktionärsgruppe bei RWE, - wir sind der Ankeraktionär - und wir tun alles, damit dies auch so bleibt.

 

Für uns ist RWE der Garant für das Gelingen der Energiewende. Auch wenn in vier Jahren der letzte Atommeiler abgeschaltet sein wird, brauchen wir in unseren Gemeinden für die Erfüllung unsere öffentlichen Aufgaben, für unsere Bürgerinnen und Bürger und für unsere Wirtschaftsbetriebe eine sichere, stabile und bezahlbare Stromversorgung. Dafür steht RWE.

 

Ich möchte Sie, sehr geehrter Herr Dr. Schmitz fragen, ob Sie diese Rolle der kommunalen Aktionäre als Ankeraktionär genauso positiv sehen und dies auch für die Zeit nach der Realisierung der Transaktion gilt.

 

Nun hat die Börsenzeitung am 07.04.2018 gemeldet, Dortmund verkaufe seine RWE-Aktien. Diese Meldung war und ist falsch. Dortmund hat keine RWE-Aktien verkauft und beabsichtigt definitiv auch nicht dies zu tun.

 

Auch aus steuerlichen Gründen hat lediglich die KEB, die Kommunale Energie-Beteiligungsgesellschaft, kürzlich im Rahmen einer Sachausschüttung RWE-Aktien an alle KEB-Aktionäre außer Dortmund ausgekehrt. Im Rahmen von Treuhandvereinbarungen sind diese Aktien wieder an die KEB zurückgegeben worden. Das war alles und es steht schon gar nicht im Zusammenhang mit der geplanten innogy-Übernahme durch E.ON. Die Stadt Dortmund hat dies in einer Presseerklärung klargestellt, leider hat sich die Börsenzeitung bis heute nicht korrigiert.

 

Durch die Auflösung der RW Holding im Rheinland und die Übertragung der Aktien am 12. April 2018 hat die KEB nunmehr einen Anteil von 6,27 % an der RWE AG und ist damit größter Einzelaktionär.

 

Die Aufteilung der Aufgaben von innogy auf RWE und E.ON und die Beteiligung der RWE AG an der E.ON SE halten wir strategisch und finanzwirtschaftlich für richtig. Insbesondere sind wir froh, dass wir mit der E.ON SE ein deutsches Unternehmen als unmittelbaren Partner vor Ort bekommen, der – im wahrsten Sinn des Wortes – unsere kommunale Sprache spricht.

 

Ebenso wie RWE und innogy auf die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen wegen der fast 4.000 Konzessionsverträgen und zahlreichen Beteiligungen an kommunalen Versorgungsunternehmen angewiesen waren, so wird dies auch für die E.ON SE gelten. Die Energieversorgung wird sich digital und dezentral entwickeln.  Neben einer sicheren und bezahlbaren Versorgung sind für die Kommunen ebenso wichtig: 

 

·      die Standorte mit einer Arbeitsplatzsicherung – und -entwicklung,

· das regionale Engagement bei Themen wie Digitalisierung und der Transformation von konventioneller zu regenerativer Energie

·      die konsequente Nutzung der Netze für neue digitale Angebote

·      die Umsetzung der e-Mobilität ebenso wie der Ausbau der Breitbandnetze.

 

Nun gehen wir davon aus, dass der eine Platz im neuen Aufsichtsrat von E.ON vom Management von RWE besetzt werden wird. Wir hoffen, dass das Mandat genutzt wird, um die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und E.ON zu begleiten und zu fördern.

 

Wenn die Übertragung der Geschäfte der innogy auf E.ON und RWE abgeschlossen sein wird, sollen auch ca. 4.000 Konzessionsverträge mit Gemeinden und ca. 100 Beteiligungen an Stadtwerken und Gesellschaften auf E.ON übergehen.  In fast allen diesen Verträgen sind sog. Change-of-control-Klauseln enthalten. Dabei handelt es sich um sehr verschiedene, auf die jeweilige örtliche Situation zugeschnittene Regelungen. Das nun in den Rathäusern die Anwendung dieser Klauseln überprüft wird, ist ein notwendiger und völlig normaler Vorgang.

 

Wir raten unseren Gesellschaftern, nichts zu überstürzen und abzuwarten

 

·      wie sich E.ON die zukünftige Zusammenarbeit mit den Kommunen vorstellt

· ob E.ON an einem vertrauensvollen partnerschaftlichen Verhältnis interessiert ist und

·      welche Zusagen für Standorte und Arbeitsplätze gemacht werden.

 

Jetzt schon, vor diesen Klärungen Geld für Berater auszugeben, die zur Zeit die Türen in den Rathäusern einrennen, halten wir für viel zu früh.

 

Lassen Sie mich abschließend noch ein Wort zur Dividende sagen: Nach einer – für uns und den Markt -  undurchschaubaren Änderung der Dividendenpolitik im Dezember 2015, nach der Abspaltung von innogy im Jahre 2016 und nach zwei Jahren ohne eine Dividende von RWE, möchten wir uns heute ausdrücklich bedanken, dass Sie, Herr Dr. Schmitz und Sie, Herr Dr. Krebber dies geändert haben.

 

Sie informieren die Aktionäre rechtzeitig und umfassend über die geplante Dividende. Ausdrücklich begrüßen wir auch – neben der ordentlichen Dividende von 50 Cent – die Sonderdividende in Höhe von 1 €, die Sie der Hauptversammlung vorschlagen. Für das nächste Jahr planen Sie eine Dividende von 70 Cent und haben uns Hoffnung gemacht, dass in den Folgejahren „ein Schnaps“ draufgelegt werden könnte. Nun ist Ihnen bekannt, das man in Westfalen gerne einen Schnaps trinkt, aber wir würden uns freuen – und danach frage ich – wie groß denn das Schnapsglas sein könnte.

 

Für die Entscheidungen der nächsten Monate wünsche ich Ihnen im Namen der westfälischen RWE-Aktionäre viele Erfolg und das notwendige Glück! Den Vorschlägen der Tagesordnung werden wir zustimmen.

 

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


Die Rede von Dr. Rolf Martin Schmidt vom 30.11.2017 im RWE Beirat.


Hier finden Sie den Redebeitrag von Geschäftsführer Wolfgang Schäfer auf der Hauptversammlung der RWE AG am 27. April 2017.



RWE Hauptversammlung

Sehr geehrter Herr Dr. Brandt

sehr geehrter Herr Dr. Schmitz,

sehr geehrter Herr Dr. Krebber,

sehr geehrter Herr Tigges,

 

mein Name ist Wolfgang Schäfer, ich bin Geschäftsführer der kommunalen RWE-Aktionäre aus Westfalen.

 

Wir freuen uns, dass die RWE AG jetzt wieder auf einer soliden finanziellen Basis steht. Der Börsengang der innogy war der bisherige Höhepunkt der Neuaufstellung des RWE-Konzerns und gleichzeitig auch der erste Schritt einer neuen Strategie der RWE AG. RWE hat wieder an finanzieller Flexibilität gewonnen. Das Unternehmen hat seine operativen Ertragsziele für 2016 am oberen Ende der Ertragsziele erreicht. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Unser Dank gilt allen, die bereit waren, auch die dafür notwendigen schmerzhaften Einschnitte mitzutragen und so die Perspektive von RWE zu verbessern.

 

Uns verbindet eine lange Geschichte mit der RWE AG. Oft ist die gemeinsame Beteiligung an den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen AG (VEW) der Ausgangspunkt gewesen. Die westfälischen Gebietskörperschaften stellten der VEW Geld für Investitionen zur Verfügung und erhielten dafür im Gegenzug Aktien. Durch die Verschmelzung mit der RWE AG erhielten sie deren Aktien. Seitdem verstehen sich die Städte und Gemeinden als strategischer Investor.

Für uns zählen nicht allein der Aktienkurs und die Erwartung einer Dividende. Wichtiger noch sind stattdessen auch die Arbeitsplätze und die Standorte der RWE AG. Deshalb setzen wir auch auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften.

 

 Mit unserem Engagement für RWE wollen wir die Energiewende unterstützen. Deshalb übernehmen wir Verantwortung. Die Städte und Gemeinden sind Inhaber der Nutzungsrechte an Wegen und Straßen, sie vergeben diese Rechte/Konzessionen an die Versorgungsunternehmen und erhalten dafür Konzessionsabgaben. Sie sind verlässliche Kunden und Partner. Sie haben mit RWE bzw. innogy zahlreiche gemeinsame und erfolgreiche Beteiligungen an Stadtwerken. Sie sind letztlich die Garanten für eine erfolgreiche Dezentralisierung der Energieversorgung. Die Zukunft der Energieversorgung ist dezentral und damit kommunal.

 

Das sind die entscheidenden Gründe, warum auch heute viele Gebietskörperschaften und deren Stadtwerke daran interessiert sind, ihren Anteil an der RWE AG zu halten.

 

Ein maßgebliches Entscheidungskriterium zu unserem zukünftigen Umgang mit der RWE-Beteiligung ist vor allem aber auch die Frage, ob die neu aufgestellte RWE AG die Weichen gestellt hat für ein Geschäftsmodell das auch in der Zukunft trägt. Die Ausführungen der Herren Dr. Schmitz und Dr. Krebber hierzu aus Anlass der Bilanzpressekonferenz am 14. März und unsere Nachfragen dazu lassen uns zu dem Ergebnis kommen, dass vom Vorstand die Weichen richtig gestellt worden sind.

Auch wir halten es für richtig, die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens entlang des Kerngeschäfts Versorgungssicherheit zu betreiben.

 

Denn dafür gibt es viele überzeugende Gründe:

 

Wir sind mit dem Vorstand der gemeinsamen Überzeugung, dass konventionelle Stromerzeugung noch lange unverzichtbar ist und bleibt. 2016 wurden etwa 70 % des Stroms in Deutschland konventionell produziert, 2030 werden es absehbar noch immer rund 50 % sein.

 

Zudem wird der Strombedarf in Zukunft infolge der unausweichlichen Kopplung der Sektoren Datennetze, Mobilität, wettbewerbsfähiger Industrien und Gebäudeinfrastruktur noch erheblich steigen. Auch wenn dadurch der Strom aus erneuerbaren Energien in immer mehr Anwendungen gebracht werden wird, bedeutet das doch gleichzeitig, dass auch die notwendige Back up-Kapazität an Bedeutung gewinnt. Mit seinem breit gefächerten  und flexiblen Kraftwerksportfolio ist RWE ein starker, verlässlicher und nach unserer Überzeugung unverzichtbarer Partner für die Versorgungssicherheit bei der Umsetzung der Energiewende.

Hier steht RWE auf einem stabilen Bein.

 

Ob das zweite Bein von RWE, die RWE Supply & Trading auch so stabil ist, davon muss der Vorstand uns nach dem Vorjahresverlust noch mehr überzeugen. Deshalb unsere Frage an den Vorstand: Woher nehmen Sie die Zuversicht auf ein deutlich verbessertes Ergebnis für diesen Geschäftsbereich in 2017?

 

Wir tragen auch in diesem Jahr den Vorschlag des Vorstands mit, die Ausschüttung einer Dividende auch für das Geschäftsjahr 2016 für Inhaber von Stammaktien auszusetzen.

 

Zwar haben die meisten von uns in Übereinstimmung mit der Mehrzahl der Analysten bis zum Ende des vergangenen Jahres mit einer – wenn auch geringen – Ausschüttung gerechnet.

Als sich dann aber immer deutlicher  die Höhe der Rückstellungsbeträge für die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle zuzüglich des Risikoaufschlags abzeichnete, schwand diese Hoffnung zusehends. Und das erst recht nach der Entscheidung des Vorstandes, den auf RWE entfallenden Gesamtbetrag bereits zum 1. Juli 2017 zu entrichten.

 

Die Gründe hierfür – die Vermeidung einer nachteiligen, hohen Zinsbelastung und möglicher politisch induzierter weiterer Risiken - sind auch für uns - die westfälischen Aktionäre - durchaus - nachvollziehbar und von uns akzeptiert.

 

Vor dem Hintergrund der In-Aussichtstellung des Vorstandes, im nächsten Jahr und in den Folgejahren wieder verlässlich eine Dividende in Höhe von mindestens 50 Cent zu zahlen, fällt uns eine solche Haltung umso leichter. Unserer seit der Ende 2014 von der „alten“ RWE AG überraschend vorgenommenen Änderung erhobenen Forderung nach einer Rückkehr zu einer transparenten und stetigen Dividendenpolitik ist damit Rechnung getragen.

 

Um aber für die Zukunft mögliche erneute Irritationen auszuschließen, sei mir erlaubt, auch hier und heute an Herrn Dr. Schmitz die Frage zu richten, wie sicher er sich ist, das

Ziel des Vorstandes, das Niveau der Dividende für 2017 und in den Folgejahren mindestens zu halten, auch tatsächlich zu erreichen. Wie abhängig ist diese Prognose vom Geschäftsergebnis der innogy SE?

 

Abschließend möchte ich unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass RWE jetzt auch ausdrücklich aktiver Treiber neuer Lösungen für Versorgungssicherheit , wie z. B. Power to Gas, Power to Liquid oder Großbatterien werden will. Damit wird RWE aktiver Treiber neuer Lösungen für Versorgungssicherheit. Da sind wir gerne dabei.

 

Unser Fazit: Mit der Neuaufstellung hat RWE Handlungsfähigkeit, finanzielle Flexibilität und Spielräume für unternehmerisches Handeln wieder erlangt. Vorstand und Aufsichtsrat, Führungskräfte, Arbeitnehmer und Mitbestimmung haben ein solides Fundament für die Zukunft von RWE gelegt. Die RWE wird mit einem nachhaltigen Konzept zum Gelingen der Energiewende beitragen.

 

Der Markt sieht das genauso. Der Kurs steigt. Die Ratingagenturen stufen RWE durchgehend mit „Investment Grade“ ein. Nicht nur wir kommunalen Aktionäre, die Sie Herr Dr. Schmitz in der letzten Woche in einem Interview zurecht als Ankeraktionäre bezeichnet haben, sondern ich bin sicher auch alle anderen Aktionäre sind an einer erfolgreichen RWE interessiert und wir sind sicher gemeinsam der Meinung: RWE ist wieder auf einem guten Weg.

 

 

Ich danke Ihnen.